Dass Diabetes eine durchaus bekannte Stoffwechselkrankheit ist, bei der der Blutzucker im Körper erhöht ist? Wenn diese Werte über Jahre bestehen, kann es auch zu Schäden an den Organen kommen.
Diabetes mellitus, die so genannte Zuckerkrankheit, ist eine Stoffwechselerkrankung, die in zwei Typen unterschieden wird. Je nach Art und Ausprägung der Krankheit unterscheiden sich die Symptome.
Beim Typ 1 Diabetes liegt ein Insulinmangel vor, da die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört werden. Diabetes Symptome des Typ 1 sind stärker ausgeprägt als bei Typ 2, und sie entwickeln sich innerhalb kurzer Zeit. Die Krankheit verursacht charakteristische Beschwerden, zu deren bekanntester der häufige Harndrang gehört. Der Auslöser ist die erhöhte Konzentration von Zucker im Blut, der in den Harn gelangt. Der Körper versucht das auszugleichen und produziert mehr Urin - die Folge ist ein erhöhter Wasserverlust im Körper. Die Patienten verlieren Gewicht, fühlen sich schwach und haben einen sehr starken Durst. Allerdings verspüren einige Typ-1-Patienten gar keine Symptome. Die Krankheit wird häufig erst durch eine Stoffwechselentgleisung, die diabetische Ketoazidose, entdeckt und diagnostiziert. Diese tritt in der Regel sehr plötzlich auf und kann lebensbedrohlich sein. An Diabetes Typ 1 erkranken meist junge Menschen, die Behandlung erfolgt durch Insulinspritzen.
Die Diabetes Symptome des Typ 2 sind ähnlich, aber weniger heftig als bei Typ 1. Die Patienten leiden vor allem unter nächtlichem Harndrang, haben viel Durst und fühlen sich meist abgeschlagen und müde. Es kann auch zu Übelkeit Schwindelanfällen und Muskelkrämpfen kommen. Typ-2-Diabetike sind zudem anfälliger für Infekte. Die Veranlagung zu dieser Form des Diabetes mellitus ist erblich und tritt in der Regel nach dem 40. Lebensjahr auf. Übergewichtige, die sich wenig bewegen, haben ein erhöhtes Risiko, an dieser Form des Diabetes zu erkranken. Denn der Nahrungsüberschuß verursacht einen permanent erhöhten Insulinspiegel, den die Zellen der Bauchspeicheldrüse auszugleichen versuchen, indem sie mehr Insulin produzieren. Diese Dauerbelastung ermüdet die Zellen. Gewichtsreduktion und Medikamente sind die häufigste Behandlung des Diabetes Typ 2.
Wer Diabetes Symptome an sich entdeckt oder vermutet, sollte möglichst bald einen Arzt aufsuchen. Denn die Beschwerden könnten auch auf andere Krankheiten, beispielsweise Schilddrüsenerkrankungen, hindeuten. Regelmässige ärztliche Kontrollen sind für Diabetiker beider Formen ebenfalls Pflicht, denn Diabetes kann Folgeerkrankungen hervorrufen wie Sehverminderung, schlechtere Wundheilung oder den gefürchteten "diabetischen Fuß", eine schwere Nerven- und Durchblutungsstörung.