Diabetes

Dass Diabetes eine durchaus bekannte Stoffwechselkrankheit ist, bei der der Blutzucker im Körper erhöht ist? Wenn diese Werte über Jahre bestehen, kann es auch zu Schäden an den Organen kommen.

Die endokrine Erkrankung Diabetes Mellitus

Diabetes Mellitus wird als Zuckerkrankheit bezeichnet, weil der Zuckerstoffwechsel gestört ist. Das betroffene Organ ist die Bauchspeicheldrüse. Diese wird in der Medizin Pankreas genannt.

Die Bauchspeicheldrüse produziert ein Hormon, das Insulin. Dieses reguliert einerseits den Auf- und Abbau des Zuckers (Glukose) in den Körperzellen und deckt somit den aktuellen Energiebedarf und andererseits ist es verantwortlich für die Speicherung von Energieträgern in der Leber und in den Fettzellen. Reicht die Insulinmenge nicht aus, so steigt der Blutzuckerspiegel an. Da das Blut in den Nieren filtriert wird, versucht diese, durch vermehrte Ausscheidung, den Blutzuckerspiegel zu senken. Die Folgen sind häufiger Harndrang und erhöhtes Durstgefühl. Weitere Symptome können Hautreizungen, Juckreiz, Gewichtsverlust, Abfall körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit, Ameisenlaufen in Händen und Füßen, Bluthochdruck und Schwindelgefühl sein. Die Abwehrkräfte des Körpers werden beeinträchtigt und dies kann zu Pilzbefall und Infektionen führen.
Diabetes Mellitus kann angeboren oder erworben werden. Es ist erwiesen, dass Kinder von diabetischen Eltern häufiger an Diabetes Mellitus erkranken. Aber nicht jeder Nachkomme eines Diabetikers erkrankt daran, denn einen wesentlichen Einfluss haben Lebensweise und äußere Faktoren. Übergewicht, starker Bewegungsmangel, Infektionen, Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse), Bauchverletzungen, Thyreotoxikose (Schilddrüsenüberfunktion) oder auch eine Schwangerschaft können Diabetes Mellitus auslösen.


Diabetes Mellitus wird in 2 Formen unterschieden

Es werden zwei Hauptformen des Diabetes Mellitus unterschieden. Der Typ 1 ist die schwerwiegendere und insulinabhängige Form. Sie trifft meist junge Menschen. Die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse gehen zugrunde und die Insulinproduktion hört fast völlig auf. Die regelmäßige Insulingabe durch Injektionen ist lebensnotwendig.

Die zweite Form ist der Diabetes Mellitus Typ 2. Das ist der nicht insulinabhängige Diabetes und wird auch Altersdiabetes genannt. Dieser kann sich ab dem 40. Lebensjahr entwickeln und bleibt oft lange Zeit unerkannt. Die Insulinproduktion findet noch statt, nur die Hormonmenge reicht nicht aus. Oft genügt als Therapie Diät, Gewichtsreduzierung und Medikamentengabe (Tabletten). Je nach Schwere der Erkrankung können auch Insulininjektionen erforderlich sein.


die Behandlung von Diabetes Mellitus

Mit moderner Behandlung, sorgfältiger Selbstkontrolle, einer ausgeglichenen und gesunden Lebensweise ist jeder Diabetiker in der Lage Komplikationen, wie Unterzuckerung (zu wenig Blutzucker), Gefäß- und Nervenschädigungen vorzubeugen. Die Lebensqualität und die Lebenserwartung eines Diabetikers muss sich nicht von der eines Nichtdiabetikers unterscheiden.